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Communiqués
Communique 12.02.2009
12.02.2009
Autor: VSHF

Feuerbrand: Wie Thurgauer Leute Bundesrätin Leuthard hintergangen haben

Streptomycineinsatz durch unlautere Machenschaften ermöglicht

 

Der Besuch am 29. Juni 2007 von Bundesrätin Leuthard auf einer Obstanlage im Thurgauer Dorf in Winden, Gemeinde Egnach (TG), wird als das ausschlaggebende Ereignis bezeichnet, welches zur Bewilligung des berüchtigten Antibiotikum Streptomycin geführt hat. Die Frage eines möglichen Einsatzes werde nach Vorliegen eines entsprechenden Gesuches gewissenhaft geprüft und rasch entschieden, hatte zuvor die für die Landwirtschaft zuständige Bundesrätin präzisiert, dabei seien (Zitat) sämtliche Vor- und Nachteile abzuwägen und die verschiedensten Interessen von Produzenten, Konsumenten und Umwelt zu berücksichtigen.

 

Streptomycin im Obstkanton Thurgau

Der Thurgauer Landwirtschaftsdirektor, Regierungsrat Kaspar Schläpfer (FDP), setzt sich dafür ein, dass die Thurgauer Obstbauern das Medikament Streptomycin zur Feuerbrandbekämpfung anwenden dürfen und so hatte er einen entsprechenden Brief des Thurgauer Regierungsrates an Bundesrätin Doris Leuthard zukommen lassen, mit dem Begehren, den Einsatz von Streptomycin vom kommenden Frühjahr an zu bewilligen.

 

Besuch auf der Obstanlage

Die Bundesrätin und den BLW-Direktor führte die Thurgauer Delegation (RR Schläpfer, Landwirtschaftsamtchef Hans Stettler und Arenenberg-Pomolog Urs Müller) nach dem Mittagessen zu einer arg beschädigten Obstanlage. Ob der Ausdehnung und dem Ausmass betroffen, gab BR Leuthard dem BLW grünes Licht für den Einsatz von Streptomycin auf die Obstbäume.

 

Wie sich heute herausstellt, hat sich Bundesrätin Leuthard ein Bild der Schäden gemacht, ohne jedoch mit dem direktbetroffenen Obstbauer gesprochen zu haben. Hofbesitzer, Markus Gsell, ein stramm hochgewachsener Bauer, war nämlich verboten worden, sich Frau Leuthard zu nähern. „Herr Stettler hat mich angerufen, und gesagt, meine Präsenz sei nicht erwünscht“ so der verdutzte Obstbauer. „Tags darauf hat er mir eine Schachtel Praliné geschenkt, als Dank für meine Kooperation“ schliesst der Bauer, dessen Erzählung an einer abgeschotteten Staatsvisite wie damals in der Sowjetunion erinnert.

 

Dass Bauer Gsell persona non grata auf eigenem Hof und Boden wurde, ist mit dem Umstand verbunden, dass er ein grosses Feld mit Schweizer Industriehanf hatte und dass RR Schläpfer, Chef Stettler und Pomolog Müller festgefahrene Feinde jeglichen Einsatzes von Schweizer Industriehanf sind. Zudem behandelte Gsell mit Hanfabsud eine andere feuerbrandbefallene Obstanlage. Als dies das Landwirtschaftsamt erfuhr, war es zu spät, um den hohen Besuch aus Bern abzuwenden. Vermieden musste aber, dass Bauer Gsell der Bundesrätin möglicherweise mitteilt, wie er einen Teil seiner kranken Bäume (Tobiäsler, Grauer Hordapfel, Gelbmöstler) mit einem Hanfauszug spritzt, weil diese Behandlung Erfolg bringt.

 

Später wurde der Bauer dazu gedrängt, seine hanfbehandelten Bäume zu fällen: „Herr Müller hat mir geschrieben, die Behandlung mit Hanfabsud sei wirkungslos“. Dass man im Kanton Thurgau und anderswo Obstanlagen bewiesenermassen dank Hanfabsud gerettet oder saniert hat, wurde BR Leuthard vom Thurgauer Trio nicht mitgeteilt.

 

VSHF



v.l.n.r.: BLW-Direktor, BR Leuthard, RR Schläpfer, Chef Landwirtschaftsamt Stettler


Hanffeld Gsell (Teilaufnahme)


Hanfbehandelter Apfelbaum gerodet



Hanfbehandelter Apfelbaum gerodet


Gerodete Apfelbaumanlage, Feuerbrand, Kerzers 2008 / hinten: Reihe hanfbehandelter Obstbäume


Hanfbehandelte Apfelbäume


Hanfbehandelte Apfelbäume (Detail)


Hanfbehandelte Apfelbäume (Detail)


Hanfbehandelte Apfelbäume


Hanfbehandelte Apfelbäume

 
 
Der VSHF unterstützt Anbau und Vertrieb von einheimischem Agrar- und Industriehanf (sativa).
Der VSHF unterstützt weder das indische Hanfkraut (alias 'Marihuana'),
noch dessen Harzpräparat (alias 'Haschisch').





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