THURGAU - Die Nachricht wurde weltweit ausgetragen, doch war sie falsch.
Das Google-Bild der Zürcher Polizei ist von 2003!
Folgendes haben die in- und ausländischen Medien nach der Pressekonferenz der Polizei des Kantons Zürich berichtet:
>> Polizei entdeckt mit Google Marihuanafeld und landet grossen Coup
>> Alors qu’ils enquêtaient sur un réseau international de marijuana, les policiers ont
localisé sur internet une zone de production en Thurgovie.
>> Ein Zufallstreffer per Mausklick auf Google bescherte den Beamten ungeahnten Erfolg.
>> Swiss Police with Google find marijuana field
>> Pot plantation stumpled upon via Google Earth software
>> Eine Menge Stoff: 1600 Cannabis-Pflanzen im professionellen Anbau. Der Schweizer
Polizei gelang ein Schlag gegen organisierte Drogendealer, die tonnenweise Haschisch
und Marihuana vertrieben haben sollen.
>> Grâce à Google Earth: La police zurichoise démantèle un gros trafic de drogue
Der VSHF kam in den Besitz der Google-Aufnahme, die die Zürcher Polizei aus Persönlichkeitsschutz nicht frei gibt. Inwieweit die Satellitenbilder von Google Earth in Ermittlungen einbezogen werden, will die Polizei aus taktischen Gründen nicht bekannt geben (Tagesanzeiger, 29.01.09). Die Aufnahme ist sechs Jahre alt, sie kann also nicht wie behauptet zur Entdeckung 2008 des Thurgauer Marihuanafeldes beigetragen haben. Zudem gab es 2008 kein Marihuanafeld auf dem Boden des betroffenen Bauern, weil dieser seine Aktivität eingestellt hatte.
Passive Thurgauer Kapo
Die Marihuanaplantage besteht seit 2002 auf Raperswiler (TG) Gemeindeboden, jährlich wurden dort 800 bis 1000 kg Trocken-Marihuana produziert und verkauft. Der Eigentümer, Hansjörg Grundbacher, 47 ans, lässt wissen, dass die Thurgauer Polizei im Bilde war, sie nie interveniert ist, «weil ich eine Bewilligung habe». Die bisher geernteten 5 - 7 Tonnen Marihuana machen einen Grossisten-Ertrag von 6 bis 9 Millionen Franken aus. Darüber befragt, wollte die Thurgauer Polizei, sprechend durch Inspektor Rüegger, kein Erklärung abgeben.
VSHF
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